it's been a while


Soweit ich mich erinnere, gab es auf meinem Blog seit gut zweieinhalb Jahren keine so lange Funkstille mehr. Doch ich habe die vergangenen Wochen, in denen es hier ruhig war, einfach wirklich für mich gebraucht. Um mal Abstand zu nehmen, Luft zu schnappen und was anderes zu tun, als nur vor dem PC zu hocken. Immerhin hat sich in dieser Zeit ja auch einiges getan. Offline, aber - wie kaum zu übersehen ist - auch online. 

Ich wollte irgendwas verändern, habe stundenlang nach neuen Layouts gesucht, in diversen Codes gebastelt und meine Entscheidung dann doch wieder über den Haufen geworfen. Letztlich waren aller guten Dinge drei, wie das eben meistens ist. Das dritte Theme ist es nun also geworden und es gefällt mir tatsächlich ganz gut. Offenbar brauchte ich wohl einen kleinen Neustart - einfach um irgendwie mal wieder Schwung in die Bude zu bringen.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann ging es für mich 2019 bisher im Allgemeinen darum, einen kleinen Reset durchzuführen. Durchzuatmen, alles auf Anfang zu setzen, mein System neu hochzufahren und mich darauf zu konzentieren, was ich dieses Jahr eigentlich erreichen möchte. Besonders wichtig ist für mich zur Zeit vorallem die Tatsache, dass ich eine gewisse Balance herstellen möchte. Ich verbringe jetzt bei der Arbeit eigentlich wieder jeden Tag den ganzen Tag vor dem PC. Nach Feierabend ist dann (verständlicherweise) meist einfach die Luft raus und mir bleibt wenig Lust, mich Zuhause gleich wieder vor den Bildschirm zu setzen. Insgesamt bleibt neben so einer 40-Stunden-Woche irgendwie wenig Motivation und wenig Freizeit, habe ich gemerkt. Ich weiß ja, dass das die Norm ist und von der Gesellschaft auch ganz offensichtlich erwartet wird, dass man sich in dieses Modell pressen lässt, doch anscheinend ist das einfach nichts für mich. Jedenfalls möchte ich mir wieder mehr Zeit für mich nehmen. Eben auch, damit im Privatleben noch Energie und Gelegenheit bleibt um Dinge zu tun, die mir Spaß machen. Fotografieren und Blogposts schreiben zum Beispiel.

In den letzten Wochen habe ich mir daher meinen Terminkalender freigeschaufelt, mein Wohlbefinden zur Priorität gemacht und mich vorallem auf eins konzentriert: mich selbst. Dazu gehörte auch, dass Philipp und ich uns endlich wieder Zeit zum Spazierengehen genommen haben - wir waren im verschneiten Winterwald unterwegs und im schönsten frühlingshaften Sonnenschein. Tatsächlich waren wir allgemein viel außer Haus und in der Wohnung ging es deshalb seit Jahresbeginn nur langsam voran. Aber immerhin hängen jetzt fast alle Leuchten, die Spülmaschine ist endlich montiert und ein wenig von dem ganzen nervigen Kleinkram ist auch erledigt. Im Baumarkt und beim Möbelschweden waren wir seit Januar eigentlich gar nicht.

Stattdessen haben wir die Nürnberger Innenstadt ein bisschen besser kennengelernt, waren wieder in München unterwegs und haben ein Wochenende am Tegernsee verbracht. Ich habe wieder etwas Kraft geschöpft, neue Ideen gesammelt und Inspiration angehäuft. Und: ich habe wieder Fotos gemacht und Lust zum Bloggen bekommen! Es gibt noch einige Eindrücke der letzten Zeit, die ich hier gern nach und nach teilen möchte.

Meine to do-Liste wird langsam etwas kürzer und im März erhoffe ich mir einen etwas geregelteren Alltag. Ich war unter der Woche im Januar und Februar viel allein, da Philipp beruflich unterwegs war, aber das wird sich zukünftig bestimmt noch einpegeln. Außerdem stehen nach den zahlreichen Wochenendausflügen wieder weniger Termine an. Nur dieses Wochenende ist noch ein Besuch bei meiner Familie in der alten Heimat geplant. Hoffentlich halte ich durch, denn in den letzten Tagen fühlte ich mich etwas kränklich.

Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel Weltbewegendes zu erzählen. Wir leben uns weiter ein und ich für meinen Teil genieße es sehr, mir das Leben hier weiter aufzubauen. Ich mache noch an jedem Wochentag morgens Sport und verfluche fast täglich mein Fahrrad dafür, dass es mittlerweile weder eine funktionstüchtige Bremse noch laufende Gänge hat. Eigentlich sollte ich aufhören zu meckern und mir endlich einen neuen Drahtesel anschaffen, doch ich spare mein Geld einfach viel lieber für Reisen. So langsam machen wir uns nämlich Gedanken über unseren Sommerurlaub, der wahrscheinlich im Juni stattfinden soll und im August haben jetzt schon jedes einzelne Wochenende für Geburtstage und Hochzeiten verplant. Apropos Urlaub, den sollte ich wirklich bald mal einreichen und buchen. Doch bei der Arbeit ist nach wie vor so ein Trubel, dass ich das einfach immer wieder vergesse und verschiebe. Aber das wird. Mittlerweile bin ich auch einfach lockerer geworden und lasse die Zukunft etwas mehr auf mich zukommen, statt alles Jahre im Voraus planen zu wollen.

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