Thursday thoughts #10


Willkommen in 2019! Ich starte das Jahr auf meinem Blog heute mit meinen Donnerstagsgedanken - schließlich gab es die das letzte Mal Ende November 2017. In gesamt 2018 habe ich ja jeden Sonntag einen Beitrag hochgeladen und Donnerstagsposts waren somit hinfällig - das soll sich dieses Jahr wieder ändern. 

FÜR 2019 HABE ICH MIR VORALLEM EINS VORGENOMMEN: WENIGER.

Dazu gehört auch, dass ich mich nicht mehr zwingen möchte, jede Woche einen Post hier zu verfassen. Versteht mich nicht falsch, ich habe das im letzten Jahr sehr gern getan und bin stolz darauf, dass ich es durchgezogen habe. Aber es gab eben manchmal Momente, da hätte ich meine Zeit lieber anders genutzt. Da hätte ich lieber nichts geteilt, anstatt irgendetwas mehr oder minder sinnloses zu posten, nur weil ich gefühlt den Zwang dazu hatte. Manchmal habe ich auch einfach nichts zu sagen. Manchmal mache ich wochenlang keine tollen Fotos, die es irgendwie wert wären, hochgeladen zu werden. Deswegen habe ich mir vorgenommen in den nächsten Monaten wirklich nur einen Beitrag zu posten, wenn ich Lust dazu habe. Schließlich mache ich das Ganze ja (hauptsächlich) für mich und möchte auf keinen Fall den Spaß daran verlieren.

Nach dem ganzen Vorweihnachtsstress habe ich in den Tagen zwischen den Jahren gemerkt, dass ich irgendwie ziemlich erschöpft bin. Zwar bin ich mittlerweile ganz gut - wenn auch erkältet - in das neue Jahr gestartet und fühle mich in 2019 schon einigermaßen angekommen, doch ich möchte mir einfach wieder mehr Ruhe und Zeit für mich gönnen.

Deswegen gehe ich nun auch die ganzen Projekte, die noch in der Wohnung zu tun sind, ein bisschen entspannter an. Anfangs wollte ich hier so schnell wie möglich alles erledigt haben, doch mittlerweile habe ich festgestellt, dass das irgendwie utopisch ist. Es ist einfach so viel zu machen! Den Flur müssen wir noch malern - eigentlich wollten wir das noch im alten Jahr hinter uns bringen, doch dann lagen wir an Silvester beide mit Husten und Schnupfen lieber faul auf dem Sofa rum. Außerdem fehlen noch die Leuchten in den meisten Räumen, dafür brauchen wir aber erstmal einen Schlagbohrer, um die endlich montieren zu können. Und ich habe natürlich auch noch tausende gestalterische Ideen, möchte Bilder und Regale anbringen und endlich die schon gekauften Vorhänge kürzen und aufhängen. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, bei anderen ist so ein Umzug innerhalb weniger Tage durchgeführt, bei uns hingegen dauert es wohl noch einige Monate. Naja, ist halt auch nicht so einfach, wenn man in ein anderes Bundesland zieht, längere Zeit zwei Haushalte führen musste, das Ganze in Eigenregie zu zweit neben dem Vollzeitjob macht und noch dazu ziemliche Ansprüche hat. Ich lasse mir eben viel Zeit, um die passenden Teile zu finden. Ich schaue mich gern in Ruhe um und baue lieber etwas selbst, als vorschnell irgendwelche Möbelstücke, Leuchten oder Accessoires zu kaufen, die mir eigentlich gar nicht wirklich in den Kram passen.

Wie dem auch sei, soweit fühle ich mich trotzdem schon super wohl und liebe unser neues Zuhause. Ich habe mal versucht, ein paar Ecken mit der Kamera festzuhalten, doch irgendwie ist es seit Wochen dunkel und grau draußen und meine Fähigkeiten, was Interior-Fotografie angeht, sind auch eher mau. Vielleicht sollte ich zukünftig einfach bei Pflanzen-Details bleiben oder aber mal ein bisschen mehr üben. Hoffentlich wird das Wetter bald wieder mal bisschen besser, sodass die Fotos einfach nicht so trüb aussehen. Unsere Wohnung ist ja eigentlich recht hell, aber neben dem Job und einem Haufen Erledigungen bleibt zur Zeit eher wenig Gelegenheit, die Räumlichkeiten bei Tageslicht zu genießen. Ihr kennt das.

Apropos Job, nachdem es letzte Woche im Büro noch sehr leer und ruhig war, ging diese Woche wieder der alltägliche Wahnsinn los. Ich bin gespannt, was die nächsten Monate bringen - es ist teilweise recht viel zu tun und wir alle versuchen im Team, da Struktur reinzubringen. Ich bin ja noch nicht so lange dabei, knapp vier Monate, aber sobald die Probezeit überstanden ist, fühle ich mich dann bestimmt auch endlich so richtig integriert. Läuft alles auf jeden Fall bisher schon sehr viel besser als in dem Horror-Büro, das mich Mitte 2017 innerhalb weniger Wochen so krank gemacht hat. Ich kann ja ein ziemliches Nervenbündel sein und mache mich auch gern mal selbst verrückt, doch versuche ich, locker zu bleiben und offen zu sein. Meine Chefin kennt grob meine Vorgeschichte und ich habe erst Anfang der Woche ein kurzes Gespräch mit ihr geführt, um uns beide upzudaten und gut in 2019 zu starten. Kommunikation, Leute, Kommunikation. Fällt mir manchmal nicht unbedingt leicht, ist aber essentiell. Es bleibt jedenfalls weiter spannend, Tag für Tag.

Tatsächlich bin ich grad mal ziemlich zufrieden damit, wie mein Leben so läuft. Ich genieße dieses leicht behagliche Gefühl gerade sehr, denn jahrelange kannte ich es gar nicht. Und pessimistisch wie ich bin, denke ich, dass es ja auch jeden Moment wieder vorbei sein könnte. War ja bisher irgendwie oft so, wobei ich das jetzt echt nicht hoffen mag. Immerhin ist Philipp jetzt auch hier (wenn auch viel unterwegs) und wir führen zum ersten Mal so einen richtigen Alltag zusammen. Damit meine ich, dass ich nicht nur krank daheim sitze und mich blöd fühle, während er sein Ding macht. Ich mache jetzt eben auch mein Ding. Führe irgendwie wieder ein richtiges Leben - was auch immer das beinhalten mag - und arbeite auf etwas hin. Auf eine hoffentlich gute Zukunft und grundlegende Zufriedenheit nämlich.

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2 comment/s:

  1. Ihr habt eure neue Wohnung echt sehr stimmig eingerichtet. Und die Kleinigkeiten kommen noch Stück für Stück. Das ist bei anderen meist auch so :-)

    Ich Find es nicht schlimm das du dir mit neuen Beiträgen etwas Zeit lassen willst. Man muss nicht jeden Tag für die Welt da sein. Wer deine Beiträge mag liest trotzdem weiter!

    Tony

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