discovering lost places | altes Park-Krankenhaus

August 27, 2015

Als mich Philipp Götze vor einigen Wochen über Instagram anschrieb, ob ich nicht Lust hätte, gemeinsam mit ihm und zwei seiner Kumpels eine alte verlassene Heilanstalt in meiner Stadt zu erkunden, sagte ich sofort zu. Ich bin zwar eigentlich ein ziemlicher Angsthase und sehe mich deshalb auch nicht wirklich als die ideale Begleitperson, wenn es um das unbefugte Betreten von verwaisten Krankenhäusern geht, aber hey, das muss ich ja keinem erzählen. (Mache ich zwar grad, aber das ist jetzt sowieso egal.)

Mit unseren Kameras ausgestattet trafen wir uns an einem sonnigen und heißen Samstag am Bahnhof und ich führte uns zu dem Ort, von dem ich zu dem Zeitpunkt selbst noch nicht mal so recht wusste, was er denn überhaupt mal war. Wie sich dort herausstellte, steht das gesamte Areal eigentlich mehr oder weniger für jedermann offen und man kann sich das Übersteigen des kaputten Zaunes getrost sparen. Man kann aber natürlich auch drüber steigen und dann feststellen, dass es einen ganz normal begehbaren Fußweg durch das ganze Gelände gibt. Schisshasen wie mir beruhigt sowas zumindest das Gewissen.




Der alte Park-Komplex beherbergt eine ordentliche Anzahl an leerstehenden Gebäuden, die teilweise schon fast ein bisschen zu einfach zugänglich sind, was sich dann auch am Zustand der Innenräume bemerkbar macht. Auch wenn die Geschichte des Ortes schon ein bisschen verstörend ist und auch die Lage vielleicht nicht ganz optimal erscheint, so hat die Bausubstanz (soweit ich das beurteilen kann), doch noch einiges an Potenzial. Hier kommt eindeutig mein Architekten-Herz zum Vorschein, das am liebsten sofort neue Pläne erstellen und dem Gelände neues Leben einhauchen würde. Aber ich war ja nicht dort, um Neues zu planen, sondern um das Ist zu dokumentieren. Abblätternde Wandfarbe, kaputte Waschbecken, zerschlagene Fensterscheiben.




Hinterher musste ich feststellen, dass ich irgendwie eher so der Mensch für's Detail bin und noch nicht so geübt im Fotografieren von Orten, spezifisch Gebäudeinnenräumen. Ich muss das wohl öfter mal machen. Also nicht durch offenstehende Türen in alte Häuser einbrechen, sondern Gebäude fotografieren. Für die ersten Versuche bin ich zwar ganz zufrieden, aber das nächste Mal nehme ich dann doch auch ein Weitwinkelobjektiv mit, macht sich wahrscheinlich bisschen besser.


Zu guter Letzt wollte ich euch noch die beiden Fotos zeigen, die Philipp auch schon auf seinem Instagram geteilt hat und die ich einfach so genial finde! Wahrscheinlich habt ihr mittlerweile schon mitbekommen, dass ich wirklich sehr kritisch bin, was Fotos von mir angeht, aber der Junge hat einfach so ein unglaubliches Talent dafür, Bilder in Szene zu setzten. Irgendwie inspiriert es mich total, so viele verschiedene fotografisch begabte Menschen zu treffen, da möchte ich mich immer selbst noch in andere Richtungen weiterentwickeln.


Auf Philipp's Tumblr gibt es übrigens noch viel mehr richtig tolle Fotos zu sehen!

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5 comment/s

  1. Hammer Fotos!
    Ich will da auch mal hin :)

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  2. Super schöne, und auch ein bisschen gruselige Bilder! Ich mag die blätternde Wandfarbe glaub ich am liebsten, hat was künstlerisches :) Und das Foto von dir im grünen Saal, das ist wunderschön. Wenn ich nochmal vorbeikomme geh ich gern nochmal mit dir hin ;)

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    1. machen wir! und die wandfarbe mag ich auch voll gern, hab schon überlegt, ob ich eine serie drauß machen soll. :)

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  3. Wow, das sieht ja toll aus! Mir gefallen alle Bilder total.

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