weekend getaway: Tegernsee


Vor ein paar Wochen hatten Philipp und ich die Gelegenheit, Samstag zu Sonntag eine Nacht am Tegernsee zu verbringen. Das Wetter spielte glücklicherweise perfekt mit: schönster Sonnenschein verbreitete Frühlingsgefühle während gleichzeitig in den Bergen noch meterhoch der Schnee lag. Natürlich hatte ich meine Kamera im Gepäck und konnte so einige schöne Momente festhalten, die ich hier teilen möchte.


Wir reisten am Samstag gegen Nachmittag an und nutzen die letzte helle Stunde des Tages noch, um einen kleinen Spaziergang am Seeufer zu machen. Die Sonne versank langsam hinter den Bergen und tauchte das Tal in kühlen Schatten. Ich hatte meine Handschuhe im Hotelzimmer gelassen, dementsprechend eisig waren meine Fingerspitzen nach einer Stunde in der Kälte. Aber alles halb so wild, denn der wunderschöne Blick auf den Teegernsee hat definitiv für alles entschädigt. Das Wasser war spiegelglatt und irgendwie fühlte es sich an, als würden wir Urlaub im Süden machen.

Ich meine, irgendwie war es das ja auch: ein Miniwochenendurlaub in Südbayern. Tatsächlich hatte ich Bayern nie wirklich auf dem Schirm, bevor wir nach Franken zogen. Klar, ich hatte schon vom Tegernsee gehört und der Rest des Bundeslandes ist jetzt auch nicht unbedingt unbekannt - ich sage nur Schloss Neuschwanstein, Chiemsee, Zugspitze, Schloss Hochschwangau, the list goes on - doch darüber nachgedacht, da mal so spontan hinzufahren, hatte ich nicht. Umso praktischer natürlich, dass wir jetzt innerhalb von zweieinhalb Stunden dort sein können. Wenn wir schon die Sächsische Schweiz nicht mehr direkt vor der Haustür haben, dann eben wenigstens die Alpen in nicht allzu weiter Entfernung. Bin ich nicht böse drüber. Berge sind nämlich ziemlich toll.



Beim Abendessen in Gesellschaft blieb die Kamera im Hotelzimmer und dann war der Tag auch ziemlich schnell wieder rum. Wir fielen erst recht spät ins Bett, doch natürlich war ich am Sonntag wieder relativ früh auf. Nach einem ausgedehnten und entspannten Frühstück machten wir uns auf, noch ein bisschen das herrliche Wetter zu nutzen und die Gegend zu erkunden.

Von Rottach-Egern, wo wir übernachtet hatten, fuhren wir rüber in den Ort Tegernsee. Dort machten wir (gemeinsam mit gefühlt Millionen anderen Besuchern) einen Spaziergang und genossen den Blick über See und Berge. Das Wetter hätte wirklich besser nicht sein können und obwohl der Schnee noch recht hoch lag, konnten wir fast im Pulli in der Sonne sitzen. Spontan entschieden wir uns dann dazu, dem Trubel ein wenig zu entgehen und stiegen wieder ins Auto, um etwas weiter Richtung Süden zu fahren.

Ein kurzer Abstecher durch österreichisches Grenzgebiet führte uns zum Sylvenstein-Stausee. Der Blick über den schneebedeckten See und die Alpen war einfach umwerfend. Ich war zuvor lange nicht in den Bergen und dieser Ausflug stillte kurz meine Sehnsucht. Tatsächlich habe ich nun aber noch mehr Lust bekommen, endlich mal wieder in die Alpen zu fahren. Da muss demnächst wohl wieder ein Wochenende für eine kleine Erkundungstour genutzt werden. Ach, wenn doch immer Wochenende und Zeit für Unternehmungen wäre, haha.

Jedenfalls genossen wir so den Sonntag, bevor wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause machten. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz in Bad Tölz - hübsche Ortschaft! - und aßen dort das erste Eis des Jahres. Auch dieser Moment fühlte sich wieder ein bisschen an wie Urlaub in Italien. Hallo Fernweh!

Charlotte Tilbury - Instant Look In A Palette


Werbung - ich wünschte ja, das hier wäre welche. Leider musste ich aber mein hart verdientes Geld selbst für diese Palette ausgeben und bin jetzt auch noch so doof, sie ganz unbezahlt und aus freien Stücken hier anzupreisen. Willkommen im Beauty Blogger Business. Hätte ja nicht gedacht, dass ich nach so langer Zeit mal noch einen Post über Schminke hier verfassen würde. Aber: you're very welcome Charlotte Tilbury.


Da lief ich also nichtsahnend und völlig unschuldig vor einigen Wochen in München in den Beautytempel unserer Träume und warf alle meine Prinzipien über Bord. Naja, gut, eigentlich hatte ich gar keine Prinzipien und eigentlich warf ich auch gar nichts irgendwo hin - außer einen Haufen Geld in die Hände von Leuten, die wahrscheinlich eh schon genug davon haben. Wie dem auch sei, nachdem ich in den letzten Jahren meinen Konsum in Sachen Kosmetik radikal eingeschränkt habe, kaufe ich wirklich nur noch sehr selten mal was aus dem Beautyregal. Meist eben dann, wenn etwas leer ist - die Mascara zum Beispiel oder der Concealer. Dann wird halt ein Ersatz in der Drogerie gesucht, nicht weiter spannend und für den Geldbeutel nicht weiter schmerzhaft. Umso merkwürdiger fühlte es sich deshalb an, mal wieder was aus dem Highend-Segment zu kaufen - noch dazu spontan.

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich (sogern ich es auch tun möchte) noch immer nicht auf Naturkosmetik umgestiegen bin. Zwar achte ich allgemein darauf, was ich mir so anschaffe, doch für mich muss es vorallem praktikabel sein. Und so schien mir die Instant Look In A Palette eben sehr praktisch und alles andere war in dem Moment tatsächlich eher nebensächlich. Ich war nämlich schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach so einem Produkt, das einfach alles vereint, was ich im Alltag brauche. Mittlerweile muss Schminken für mich vorallem unkompliziert und schnell gehen. Mich nervt es daher ungemein, alle Puder einzeln in Döschen und Pfännchen zu haben und immer einen Haufen verschiedener Dinge verwenden zu müssen. Ich benutze im Alltag sowieso nur noch die Basics - und die hätte ich eben am liebsten alle beisammen. Vorallem auch für Reisen ist es so viel angenehmer. Zwar fehlt mir in dieser Palette leider ein universelles Gesichtspuder, aber sonst hat sie zumindest alles pudrige, was ich in meiner kleinen morgendlichen Beautyroutine brauche.

Lange Rede, kurzer Sinn - über die letzten Wochen habe ich die Palette ausgiebig auf ihre Alltagstauglichkeit getestet und möchte hiermit meine Eindrücke zusammenfassen:

Bronzer und Highlighter benutze ich in meiner Routine seit geraumer Zeit täglich, Blush hingegen so gut wie nie. Aufwendige Augenmakeups sind morgens vor der Arbeit nicht drin, aber einen hellen Schimmerton schmiere ich schnell mal über das komplette Lid. So viel zu meiner Ausgangssituation. 

Da ich vom Typ ja doch eher der Rubrik Kellerbräune bzw. Leichenblässe angehöre, ist es mir immer besonders wichtig, dass der Bronzer vom Farbton her passt. Nicht zu dunkel, nicht zu orange; ich möchte ungern aussehen wie ein Oompa Loompa. Ich würde sagen, das ist in der Palette tatsächlich ganz gut gelungen, der Farbton gefällt mir sehr, auf den Schimmer allerdings könnte ich verzichten. 

Allgemein sind die Puder alle recht schimmrig. Glücklicherweise nicht so unfassbar aufdringlich, aber eben auch nicht matt. Für den Highlighter und die hellen Lidschatten finde ich das so aber ganz hübsch. Wobei ich doch sagen muss, dass die beiden hellsten Farben in der Palette sich recht ähnlich sind und meiner Meinung nach nicht zwingend beide notwendig. Highlighter macht sich ja schließlich auch super als Lidschatten und andersrum.

Wie schon erwähnt, war mir ein Blush in der Palette nicht so wichtig, hat aber natürlich allgemein seine Daseinsberechtigung und ist für mich nice to have. Im Alltag kommen bei mir die beiden Cheek-Farben eher selten zum Einsatz, aber natürlich lassen sie sich auch mit anderen Farbtönen mischen oder als Lidschatten verwenden. Das ist ja das Tolle an so einer Palette: man kann die Puder super auch für andere Schminkzwecke entfremden. Der dunkelste Lidschatten - übrigens der einzige matte Geselle der ganzen Palette - eignet sich zum Beispiel auch zum Auffüllen der Augenbrauen, vorausgesetzt natürlich, die Farbe passt.

Auch wenn ich bisher nur 1, 4 und 7 regelmäßig verwende, mag ich die Instant Look In A Palette im Großen und Ganzen sehr gern. Die Farben sind harmonisch und wenn ich möchte, habe ich die Möglichkeit, auch mehr als nur mein 5-Minuten-Standardmakeup damit zu schminken. Ein bisschen langweilig ist sie vielleicht, wenn man auf intensive Makeups steht, aber für mich einfach super alltagstauglich und damit perfekt.

Die Puder sind nicht zu aufdringlich, lassen sich gut verblenden und man kann damit eigentlich nichts falsch machen. Allerdings muss ich sagen, dass sie mir leider etwas staubig vorkommen. Zumindest wirbel ich mit meinen Pinseln immer kleine Puderwölkchen auf und habe das Bedürfnis, die Pinsel vor dem Auftragen ein wenig abzuklopfen. Könnte auch an meinen Pinseln liegen, kenne ich von anderen hochwertigeren Marken allerdings nicht in diesem Ausmaß. Übrigens finde ich auch, dass die Pfännchen eher klein ausfallen und man mit größeren Pinseln nicht so schön Farbe aufnehmen kann. Aber so ist das eben bei einer handlichen Palette, zumindest ist sie dadurch gleichzeitig kompakt und bedient dennoch die meisten Makeup-Bedürfnisse.

Ich kann mich grad nicht an den genauen Preis erinnern (sicher kann Google da weiterhelfen), doch ich denke, die Palette ist ihr Geld wert. Bisher habe ich den Kauf zumindest nicht bereut. Vorerst muss ich mich also nicht weiter auf die Suche nach meiner perfekten All-in-One Palette begeben. Hundertprozentig meinem Geschmack entspricht wahrscheinlich eh nur etwas, das ich mir irgendwo teuer individuell zusammenstelle.

So weit, so gut. Ich habe echt ewig keine Beauty-Review mehr geschrieben und weiß grad gar nicht, was hier alles noch reingehört. Immerhin möchte ich hiermit keinesfalls zum übertriebenen und unnötigen Konsum anregen und das sollte deshalb keine Kauf-Veranstaltung werden. Ich hoffe, hier rennt jetzt niemand direkt in den nächsten Beautytempel, aber vielleicht hat meine Meinung ja irgendeinen Nutzen. Für Swatches war ich übrigens schlichtweg zu faul und deshalb gibt es unten nur Fotos der Farben auf meinem Gesicht. Auch schön, oder? (Wahrscheinlich gab es noch nie eine so lahme Review, aber immerhin ist sie ehrlich und ich finde, das zählt ganz schön viel.)

it's been a while


Soweit ich mich erinnere, gab es auf meinem Blog seit gut zweieinhalb Jahren keine so lange Funkstille mehr. Doch ich habe die vergangenen Wochen, in denen es hier ruhig war, einfach wirklich für mich gebraucht. Um mal Abstand zu nehmen, Luft zu schnappen und was anderes zu tun, als nur vor dem PC zu hocken. Immerhin hat sich in dieser Zeit ja auch einiges getan. Offline, aber - wie kaum zu übersehen ist - auch online. 

Ich wollte irgendwas verändern, habe stundenlang nach neuen Layouts gesucht, in diversen Codes gebastelt und meine Entscheidung dann doch wieder über den Haufen geworfen. Letztlich waren aller guten Dinge drei, wie das eben meistens ist. Das dritte Theme ist es nun also geworden und es gefällt mir tatsächlich ganz gut. Offenbar brauchte ich wohl einen kleinen Neustart - einfach um irgendwie mal wieder Schwung in die Bude zu bringen.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann ging es für mich 2019 bisher im Allgemeinen darum, einen kleinen Reset durchzuführen. Durchzuatmen, alles auf Anfang zu setzen, mein System neu hochzufahren und mich darauf zu konzentieren, was ich dieses Jahr eigentlich erreichen möchte. Besonders wichtig ist für mich zur Zeit vorallem die Tatsache, dass ich eine gewisse Balance herstellen möchte. Ich verbringe jetzt bei der Arbeit eigentlich wieder jeden Tag den ganzen Tag vor dem PC. Nach Feierabend ist dann (verständlicherweise) meist einfach die Luft raus und mir bleibt wenig Lust, mich Zuhause gleich wieder vor den Bildschirm zu setzen. Insgesamt bleibt neben so einer 40-Stunden-Woche irgendwie wenig Motivation und wenig Freizeit, habe ich gemerkt. Ich weiß ja, dass das die Norm ist und von der Gesellschaft auch ganz offensichtlich erwartet wird, dass man sich in dieses Modell pressen lässt, doch anscheinend ist das einfach nichts für mich. Jedenfalls möchte ich mir wieder mehr Zeit für mich nehmen. Eben auch, damit im Privatleben noch Energie und Gelegenheit bleibt um Dinge zu tun, die mir Spaß machen. Fotografieren und Blogposts schreiben zum Beispiel.

In den letzten Wochen habe ich mir daher meinen Terminkalender freigeschaufelt, mein Wohlbefinden zur Priorität gemacht und mich vorallem auf eins konzentriert: mich selbst. Dazu gehörte auch, dass Philipp und ich uns endlich wieder Zeit zum Spazierengehen genommen haben - wir waren im verschneiten Winterwald unterwegs und im schönsten frühlingshaften Sonnenschein. Tatsächlich waren wir allgemein viel außer Haus und in der Wohnung ging es deshalb seit Jahresbeginn nur langsam voran. Aber immerhin hängen jetzt fast alle Leuchten, die Spülmaschine ist endlich montiert und ein wenig von dem ganzen nervigen Kleinkram ist auch erledigt. Im Baumarkt und beim Möbelschweden waren wir seit Januar eigentlich gar nicht.

Stattdessen haben wir die Nürnberger Innenstadt ein bisschen besser kennengelernt, waren wieder in München unterwegs und haben ein Wochenende am Tegernsee verbracht. Ich habe wieder etwas Kraft geschöpft, neue Ideen gesammelt und Inspiration angehäuft. Und: ich habe wieder Fotos gemacht und Lust zum Bloggen bekommen! Es gibt noch einige Eindrücke der letzten Zeit, die ich hier gern nach und nach teilen möchte.

Meine to do-Liste wird langsam etwas kürzer und im März erhoffe ich mir einen etwas geregelteren Alltag. Ich war unter der Woche im Januar und Februar viel allein, da Philipp beruflich unterwegs war, aber das wird sich zukünftig bestimmt noch einpegeln. Außerdem stehen nach den zahlreichen Wochenendausflügen wieder weniger Termine an. Nur dieses Wochenende ist noch ein Besuch bei meiner Familie in der alten Heimat geplant. Hoffentlich halte ich durch, denn in den letzten Tagen fühlte ich mich etwas kränklich.

Ansonsten gibt es eigentlich nicht viel Weltbewegendes zu erzählen. Wir leben uns weiter ein und ich für meinen Teil genieße es sehr, mir das Leben hier weiter aufzubauen. Ich mache noch an jedem Wochentag morgens Sport und verfluche fast täglich mein Fahrrad dafür, dass es mittlerweile weder eine funktionstüchtige Bremse noch laufende Gänge hat. Eigentlich sollte ich aufhören zu meckern und mir endlich einen neuen Drahtesel anschaffen, doch ich spare mein Geld einfach viel lieber für Reisen. So langsam machen wir uns nämlich Gedanken über unseren Sommerurlaub, der wahrscheinlich im Juni stattfinden soll und im August haben jetzt schon jedes einzelne Wochenende für Geburtstage und Hochzeiten verplant. Apropos Urlaub, den sollte ich wirklich bald mal einreichen und buchen. Doch bei der Arbeit ist nach wie vor so ein Trubel, dass ich das einfach immer wieder vergesse und verschiebe. Aber das wird. Mittlerweile bin ich auch einfach lockerer geworden und lasse die Zukunft etwas mehr auf mich zukommen, statt alles Jahre im Voraus planen zu wollen.

Thursday thoughts #10


Willkommen in 2019! Ich starte das Jahr auf meinem Blog heute mit meinen Donnerstagsgedanken - schließlich gab es die das letzte Mal Ende November 2017. In gesamt 2018 habe ich ja jeden Sonntag einen Beitrag hochgeladen und Donnerstagsposts waren somit hinfällig - das soll sich dieses Jahr wieder ändern. 

FÜR 2019 HABE ICH MIR VORALLEM EINS VORGENOMMEN: WENIGER.

Dazu gehört auch, dass ich mich nicht mehr zwingen möchte, jede Woche einen Post hier zu verfassen. Versteht mich nicht falsch, ich habe das im letzten Jahr sehr gern getan und bin stolz darauf, dass ich es durchgezogen habe. Aber es gab eben manchmal Momente, da hätte ich meine Zeit lieber anders genutzt. Da hätte ich lieber nichts geteilt, anstatt irgendetwas mehr oder minder sinnloses zu posten, nur weil ich gefühlt den Zwang dazu hatte. Manchmal habe ich auch einfach nichts zu sagen. Manchmal mache ich wochenlang keine tollen Fotos, die es irgendwie wert wären, hochgeladen zu werden. Deswegen habe ich mir vorgenommen in den nächsten Monaten wirklich nur einen Beitrag zu posten, wenn ich Lust dazu habe. Schließlich mache ich das Ganze ja (hauptsächlich) für mich und möchte auf keinen Fall den Spaß daran verlieren.

Nach dem ganzen Vorweihnachtsstress habe ich in den Tagen zwischen den Jahren gemerkt, dass ich irgendwie ziemlich erschöpft bin. Zwar bin ich mittlerweile ganz gut - wenn auch erkältet - in das neue Jahr gestartet und fühle mich in 2019 schon einigermaßen angekommen, doch ich möchte mir einfach wieder mehr Ruhe und Zeit für mich gönnen.

Deswegen gehe ich nun auch die ganzen Projekte, die noch in der Wohnung zu tun sind, ein bisschen entspannter an. Anfangs wollte ich hier so schnell wie möglich alles erledigt haben, doch mittlerweile habe ich festgestellt, dass das irgendwie utopisch ist. Es ist einfach so viel zu machen! Den Flur müssen wir noch malern - eigentlich wollten wir das noch im alten Jahr hinter uns bringen, doch dann lagen wir an Silvester beide mit Husten und Schnupfen lieber faul auf dem Sofa rum. Außerdem fehlen noch die Leuchten in den meisten Räumen, dafür brauchen wir aber erstmal einen Schlagbohrer, um die endlich montieren zu können. Und ich habe natürlich auch noch tausende gestalterische Ideen, möchte Bilder und Regale anbringen und endlich die schon gekauften Vorhänge kürzen und aufhängen. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, bei anderen ist so ein Umzug innerhalb weniger Tage durchgeführt, bei uns hingegen dauert es wohl noch einige Monate. Naja, ist halt auch nicht so einfach, wenn man in ein anderes Bundesland zieht, längere Zeit zwei Haushalte führen musste, das Ganze in Eigenregie zu zweit neben dem Vollzeitjob macht und noch dazu ziemliche Ansprüche hat. Ich lasse mir eben viel Zeit, um die passenden Teile zu finden. Ich schaue mich gern in Ruhe um und baue lieber etwas selbst, als vorschnell irgendwelche Möbelstücke, Leuchten oder Accessoires zu kaufen, die mir eigentlich gar nicht wirklich in den Kram passen.

Wie dem auch sei, soweit fühle ich mich trotzdem schon super wohl und liebe unser neues Zuhause. Ich habe mal versucht, ein paar Ecken mit der Kamera festzuhalten, doch irgendwie ist es seit Wochen dunkel und grau draußen und meine Fähigkeiten, was Interior-Fotografie angeht, sind auch eher mau. Vielleicht sollte ich zukünftig einfach bei Pflanzen-Details bleiben oder aber mal ein bisschen mehr üben. Hoffentlich wird das Wetter bald wieder mal bisschen besser, sodass die Fotos einfach nicht so trüb aussehen. Unsere Wohnung ist ja eigentlich recht hell, aber neben dem Job und einem Haufen Erledigungen bleibt zur Zeit eher wenig Gelegenheit, die Räumlichkeiten bei Tageslicht zu genießen. Ihr kennt das.

Apropos Job, nachdem es letzte Woche im Büro noch sehr leer und ruhig war, ging diese Woche wieder der alltägliche Wahnsinn los. Ich bin gespannt, was die nächsten Monate bringen - es ist teilweise recht viel zu tun und wir alle versuchen im Team, da Struktur reinzubringen. Ich bin ja noch nicht so lange dabei, knapp vier Monate, aber sobald die Probezeit überstanden ist, fühle ich mich dann bestimmt auch endlich so richtig integriert. Läuft alles auf jeden Fall bisher schon sehr viel besser als in dem Horror-Büro, das mich Mitte 2017 innerhalb weniger Wochen so krank gemacht hat. Ich kann ja ein ziemliches Nervenbündel sein und mache mich auch gern mal selbst verrückt, doch versuche ich, locker zu bleiben und offen zu sein. Meine Chefin kennt grob meine Vorgeschichte und ich habe erst Anfang der Woche ein kurzes Gespräch mit ihr geführt, um uns beide upzudaten und gut in 2019 zu starten. Kommunikation, Leute, Kommunikation. Fällt mir manchmal nicht unbedingt leicht, ist aber essentiell. Es bleibt jedenfalls weiter spannend, Tag für Tag.

Tatsächlich bin ich grad mal ziemlich zufrieden damit, wie mein Leben so läuft. Ich genieße dieses leicht behagliche Gefühl gerade sehr, denn jahrelange kannte ich es gar nicht. Und pessimistisch wie ich bin, denke ich, dass es ja auch jeden Moment wieder vorbei sein könnte. War ja bisher irgendwie oft so, wobei ich das jetzt echt nicht hoffen mag. Immerhin ist Philipp jetzt auch hier (wenn auch viel unterwegs) und wir führen zum ersten Mal so einen richtigen Alltag zusammen. Damit meine ich, dass ich nicht nur krank daheim sitze und mich blöd fühle, während er sein Ding macht. Ich mache jetzt eben auch mein Ding. Führe irgendwie wieder ein richtiges Leben - was auch immer das beinhalten mag - und arbeite auf etwas hin. Auf eine hoffentlich gute Zukunft und grundlegende Zufriedenheit nämlich.

2018 | a year in review


This is already the fourth time I'm writing one of these year in review posts - how crazy is that?! 2015 was the year that went by in a blur, 2016 was full of uncertainty, 2017 was the year that made me question everything and 2018 ... 2018 was tough but hopeful. It was the year that helped me grow and I'm pretty sure I learnt more about myself during these past twelve months than ever before. 2018 was full of changes. It was never easy. But it was always worth fighting for.

January:
Even though January was so long ago, to me it feels like it ended just yesterday. This year just went by so incredibly quickly! I remember going on numerous walks, taking tons of pictures and enjoying moody winter days in nature. January was also the month I decided I wanted to go to psychiatric hospital because outpatient therapy just wasn't cutting it for me. Looking back on it, this was definitely one of the best decisions I made in all of 2018.


February:
February was mostly cold and quiet. Jutta came to visit and we spent a few lovely days together, taking pictures, exploring Saxon Switzerland and writing a blogpost about sustainability. Throughout the rest of the month I tried to focus on myself and the little details that made me happy and learnt quite a few things about my personality while doing so.

March:
When the first flowers of spring started to bloom in March, it made me feel hopeful again. Although I was down with the flu for a while in March and couldn't leave my bed for a few days, mentally I was feeling okay. I knew therapy was going well and my time in hospital would start soon-ish. While being on bed rest, I also discovered a new hobby and started painting again. Looking back on it now, I'd say March was a good month filled with many moments that made me smile.

April:
We started April off with a short weekend getaway to one of my favorite places. As it happens, this actually is one of my most favorite memories of all of 2018. It was nice to be able to enjoy a few quiet days exploring and taking pictures with Philipp before my time in hospital started on April 17th. Although I was very skeptical at first, therapy in hospital turned out to be the best thing that happened to me in 2018. My life started getting busier again and even though it was stressful at times, I managed to spent some lovely time with lovely people and made some amazing memories in April.

May:
May was sunny and incredibly insightful. I learnt so much about myself in hospital and although it was hard spending all day every day learning stuff about my behavior and my personality, it definitely was necessary. We were all struggling, some harder than others, but still the people I met were so uplifting. It's amazing to realize that you're not alone with your problems when you've felt lost and left alone for so long. Apart from several life changing realizations, May also consisted of a weekend spent with my family and a few moments I enjoyed while the lasted but never held on to.

June:
Summer came - sometimes too hot but always beautiful - and I spent most of it enjoying nature and thinking about life. We hadn't been on an adventure in a few weeks, so at the beginning of June we decided it was time for a short day trip again. I loved these quiet days, when summer hadn't officially started and it wasn't too warm yet. The flowers were stunning and I was finally able to appreciate their beauty again. June wasn't always easy though, no matter how beautiful. It was also filled with doubts and tears and when the end of the month came it was submerged by uncertainty.


July:
The beginning of July marked the end of my time in hospital, which I really didn't want to leave. I never thought I'd say that but it definitely was one of the best things that ever happened to me. It was a tough time and I wouldn't want my biggest enemy to have to go through the shit I went through in 2018. But still, it taught me so much and left me stronger than I ever thought I could be. Immediately after my discharge from hospital, we went on a two week vacation to Denmark. I finally had some time to breathe again. Being able to explore the world is what makes me happiest and after being bound to home for so long, I was incredibly thankful for this opportunity. I took a huge amount of pictures, enjoyed the sea and it just made me feel alive again. At the end of July, I also spent a weekend at my Dad's, away from the city, phones turned off. July was a good month overall.


August:
My birthday month was filled with uncertainty again. I was no longer certified sick and therefore finally had to think about my future again. After being home and feeling down with my depression for about a year, this was not an easy thing for me to do. I didn't really know what I wanted but I figured I just had to try and live my best life. Being the creative person I am, I somehow found the motivation to work on one of my projects again so I was able to include this in my application. I also visited my old home town, went on a few walks and turned 26 at the end of the month. August was quite busy and sometimes hard, but I got to spend some time with lovely people and therefore it was a good month.


September:
Everything changed in September. We went on a weekend trip to the Harz Mountains and afterwards drove down to Nuremberg for a job interview I had. Things happened very quickly after that. I had two weeks time to find a place to stay and then started my new job 300 km from home. My motivation was endless and I was so glad I had finally found a job I liked. Even though it was not an easy time, everything was new and I felt strange and alone at times, I am still so thankful things worked out the way they did. Thinking about the future no longer scared me and I finally had something for work towards.


October:
October was busy and things got a lot more serious. After working probationary for a few weeks, I decided I wanted to give this whole situation a chance. Moving and starting a new life seemed like the right thing for me to do. I knew I needed to do what's best for me and that was it. So I started looking for an apartment, signed a few contracts and bada boom bada bing ... I left my old life behind. There was no time for doubts and I dove head first into this new adventure, which I think was for the better.


November:
We moved into our new place at the beginning of the month and spent most of November doing stuff around the apartment. We went to the hardware store so many times I lost count, bought and assembled new furniture, painted almost the whole place and worked on diy projects every single day until we fell asleep. November was dark, foggy and stressful and it went by so fast that I don't really remember doing anything else, except work of course.


December:
December came and went just like November did. Our new place started to feel more like home, we finally moved most of our furniture and stuff from the old place, Philipp found himself a new job and Christmas was over before we knew it. It was a stressful month and I'm starting to feel how busy the last quarter of the year was. But we did manage to drink a few mulled wines, eat some great food and spent time with friends and family. I'm ending 2018 with a cold but on a good note. December was the month that taught me a lot again and I'll never take that for granted.

2018 was tough but it was hopeful. At the beginning of the year, I didn't know how I was going to survive, I just knew I had to and somehow, I did. I went through a lot these past couple of years but I am thankful for all the memories I made and the things I learnt along the way. I don't have any specific plans for 2019 yet - the only thing I really want to work on is my happiness and that's what's most important anyway. I want to take my time to be patient and grow and learn and explore and take pictures and focus on myself and my health. I am ready for the new year and new memories!

driving home for Christmas


I've been thinking a lot about the definition of home lately. Ever since we moved to our new place, home seems to be everywhere and nowhere, really. To me, home is the city where I was born, where I grew up and where my parents still live. But for a while there, my home was Philipp's place, where he grew up and we both made so many memories. For the past few months though, the place that felt most like home to me has been our new apartment, which is 300 km away from both our home towns. So now that just calling one place home doesn't feel right anymore, home to me is wherever I feel comfortable. Sometimes that's on the road. Sometimes that's in some random place I come across while taking a walk. But most of the time, it's wherever Philipp is. Right now it happens to be in our old place, where we are spending Christmas eve with my in-laws-to-be. But on Christmas day, we'll be going to my home town to spend the holidays with my parents. Anyway, I hope you have a wonderful Christmas with your loved ones in a place that makes you feel comfortable, wherever that may be.